|
|
Ratten mit Fischöldiät wachsen im Vergleich zu solchen unter Olivenöldiät langsamer und mit verzögerter psychomotorischer Entwicklung. Werden Jungtiere aus der Fischöldiät jedoch von Muttertieren mit Olivenöldiät gesäugt, so wachsen sie normal. Im Tierversuch kann der Einfluss der Ernährung in der Schwangerschaft auf die postnatale Entwicklung bestätigt werden.
Ungesättigte Fettsäuren, die essenziellen und die LCPUFAs, sind für normales Wachstum und die Entwicklung des Fötus entscheidend. Wie viel LCP-Fettsäuren dem Säugling zur Verfügung stehen, hängt vom LCP-Status der Mutter bzw. ihrer Ernährung ab – was aus dem Zusammenhang von mütterlichem und kindlichem LCP-Status hervorgeht –, sowie von der Funktion der Plazenta bzw. vom Transfer der Fettsäuren in die Muttermilch.
Die Ernährung mit verschiedenen Fettquellen spiegelt sich in der Fettsäurezusammensetzung der Plazenta wider (Abb.). Untersuchungen der den Zellzyklus der Plazenta und die Apoptose regulierenden Eiweißkörper zeigten einen subtilen Einfluss der Ernährung mit verschiedenen Fettquellen (Palm-, Sonnenblumen-, Oliven-, Fischöl). Öle mit LCPs scheinen die Plazenta vor der Apoptose zu schützen.
Effekte auf ZNS, Visus und Atopie
Während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensmonaten des Säuglings ist der LCP-Bedarf (v.a. DHA) erhöht. Spanische Frauen erreichen großteils nicht die empfohlene LCP-Zufuhr. Eine placebokontrollierte DHA-Supplementierung ab der 20. SSW, kombiniert mit Folsäure zur Förderung des plazentaren LCP-Transports, verbessert den Status der Mutter. Ein Zusammenhang von LCPs in den Plasmaphospholipiden der Neugeborenen und dem Versorgungszustand der Mutter in der 30. SSW konnte festgestellt werden.
|
|
|