Aspartam

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Aspartam (E 951, L-Aspartyl-L-Phenylalaninmethylester) ist ein Süßstoff. Es ist 200mal süßer als Zucker und wird unter verschiedenen Markennamen (z.B. NutraSweet, Canderel) vertrieben. Es ist nicht hitzebeständig und kann daher nicht zum Backen verwendet werden. Es ist wohlschmeckend und hat praktisch keine Kalorien.

[Bearbeiten] Molekülstruktur

Aspartam ist kein Kohlenhydrat. Es leitet sich von den Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin ab, die miteinander verknüpft sind. Aspartam ist der Methylester des Dipeptids: Aspartyl-phenylalanin-1-methylester. Es schadet daher auch nicht den Zähnen.


[Bearbeiten] Gesundheitsgefahren

Aspartam darf von Menschen mit der sehr seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie nicht eingenommen werden. Deshalb müssen Lebensmittel, die Aspartam enthalten, den Hinweis "enthält eine Phenylalaninquelle" tragen. Fakt ist, dass Aspartam im Körper in Phenylalanin, geringe Mengen Methanol sowie Asparaginsäure zerfällt.

Über mögliche weitere Gesundheitsgefahren durch die Verwendung von Aspartam gibt es kontroverse Meinungen. Die US-amerikanische Food and Drug Administration wertete hunderte toxikologische und klinische Studien zu Aspartam aus und erklärte 1981 den Gebrauch für sicher, sofern keine übermässige Dosis verzehrt wird [1].

Im Juli 2005 veröffentlichte die in Italien beheimatete "Fondazione Europea di oncologia e scienze ambientali 'Bernardino Ramazzini'" ("Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltforschung 'Bernardo Ramazzini'") die Ergebnisse einer Studie mit Mäusen, die offenbar einen direkten Zusammenhang zwischen der Einnahme des Süßstoffs und der Erkrankung an Krebs belegen. In einer dazu ergangenen Erklärung der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde zeigte sich diese angesichts der Studie der Ramazzini-Stiftung zumindest zurückhaltend besorgt und kündigte eine genaue Begutachtung an, wollte aber nicht soweit gehen, zu einem generellen Verzicht auf Aspartam zu raten.

Gleichzeitig existieren viele wissenschaftlichen Quellen, die solche Zusammenhänge bestreiten (siehe Weblinks). Problematisch ist, dass viele Studien von der Industrie finanziert und möglicherweise beeinflusst sind.

[Bearbeiten] Weblinks

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