Inulin
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| Inulin | |
| Weitere Bezeichnungen | Alantstärke |
| Kurzbeschreibung | Polysaccharid bestehend aus bis zu 100 Fruktosemolekülen, unverdaulich und als Belaststoff von Beudeutung. |
| Süßkraft | keine |
| Verträglichkeit | |
| Laktoseintoleranz | erlaubt |
| Hereditäre Fruktoseintoleranz | verboten |
| Fruktosemalabsorption | bedingt erlaubt, deutlich zu reduzieren |
| Sorbitintoleranz | bedingt erlaubt, deutlich zu reduzieren |
| Saccharoseintoleranz | keine Angaben gefunden |
| Galaktosämie | erlaubt |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Allgemeines
Inulin (auch Alantstärke) ist ein Gemisch von Polysacchariden aus Fruktosemolekülen mit einer Kettenlänge bis zu 100 Molekülen, und einem endständigen Glukoserest.
[Bearbeiten] Vorkommen und Verwendung
Inulin wird in vielen Pflanzen als Reservestoff eingelagert, besonders in Arten der Korbblütler: etwa Topinambur, Zichorien, Dahlie, Artischocke, Löwenzahn, Schwarzwurzeln, aber auch in Doldenblütlern, z.Bsp. der Pastinake. Es wurde 1804 im Alant (Pflanze) (Inula) entdeckt.
Inulin kann in der Therapie der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) als Stärke-Ersatz eingesetzt werden, denn es wirkt nicht auf den Blutzucker-Spiegel ein. Inulin wird im Dünndarm nicht resorbiert, da dem Menschen das abbauende Enzym (Inulinase) fehlt. Stattdessen wird es im Enddarm von Bakterien zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut. Die bei diesem mikrobiellen Abbau gebildeten Gase können bei empfindlichen Menschen zu Blähungen führen, die einzige bekannte Nebenwirkung beim Verzehr inulinhaltiger Pflanzenteile.[1][2] Inulin dient vor allem den nützlichen Darmbakterien als Nahrung, regelmäßiger Verzehr führt zu einer Verbesserung der Darmflora.
Inulin wird heutzutage oft als Zutat in der Lebensmittelherstellung verwendet, zum Beispiel als Fettersatz und um den Geschmack, die Textur und das Mundgefühl zu verbessern. Inulin dient auch als Grundstoff zur Herstellung von Fructose.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Pedersen A, Sandström B, Van Amelsvoort JM. The effect of ingestion of inulin on blood lipids and gastrointestinal symptoms in healthy females. Br J Nutr. 1997 Aug;78(2):215-22.
- ↑ Sobotka L, Brátova M, Slemrová M, Manák J, Vizd'a J, Zadák Z. Inulin as the soluble fiber in liquid enteral nutrition. Nutrition. 1997 Jan;13(1):21-5.

