Mannit
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[Bearbeiten] Allgemeines
Mannit, auch Mannitol, ist der sich von der Mannose ableitende Zuckeralkohol.
[Bearbeiten] Natürliches Vorkommen
Der Name stammt von Manna, dem süßen Saft der Manna-Esche (Fraxinus ornus L.). Der eingetrocknete Saft der Manna-Esche enthält 13 % Mannit. Dieser Zuckeralkohol wird besonders in Braunalgen (bis zu 40 % der Trockenmasse), Pilzen, Flechten, Ölbaumgewächsen und Braunwurzgewächsen akkumuliert. Bekannte Pflanzen mit hohen Mannitgehalten sind Feigen, Olivenbaum, Mannit kommt auch im Saft der Lärche sowie in Meeresalgen der Gattung Laminaria (der Gehalt kann bei bis zu 20 % liegen) vor. Auch Champignons enthalten relativ viel Mannit.
[Bearbeiten] Herstellung
Mannit wird aus Fructose durch Hydrierung (wie z. B. andere Polyole Sorbit und Maltit) gewonnen und vorwiegend in der Pharmaindustrie u. a. zur Tablettenherstellung eingesetzt. Im Wein gilt der Mannitstich als Weinfehler.
[Bearbeiten] Verwendung
Es findet als Zuckeraustauschstoff (Zusatzstoffnummer E 421) sowie als Arzneistoff Verwendung. Mannit wird auch als Verschnittstoff für Heroin und andere Drogen benutzt.
[Bearbeiten] Therapeutische Anwendung
Mannit ist das am häufigsten verwendete Osmodiuretikum. Indiziert ist es zur Prophylaxe des akuten Nierenversagens prärenaler Genese (bei Blut- und Flüssigkeitsverlusten nach Operationen, Verletzungen, Schockzuständen, Verbrennungen) sowie zur Hirn- und Augendrucksenkung und beschleunigten Diurese bei Vergiftungen. Es wird ebenfalls als mildes Laxans verwendet. Zur Vorbereitung von MRT-Untersuchungen des Dünndarms kann eine Mannitol-Lösung als negatives Kontrastmittel verwendet werden.
[Bearbeiten] Handelsbezeichnungen
In Österreich sind folgende Zubereitungen im Handel:
- Mannit Mayrhofer®,
- Mannit Leopold®,
- Mannit 10 % – Laevosan-Gesellschaft®,
- Osmofundin®,
- Osmosteril®.
- In Australien wird es unter dem Handelsnamen Bronchitol angeboten.
[Bearbeiten] Quellen
Hermann Römpp, Jürgen Falbe und Manfred Regitz: Römpp Lexikon Chemie. 9. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1992.

