Oligofructose

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Oligofructose
Weitere Bezeichnungen Fructooligosaccharide
Kurzbeschreibung Polysaccharid bestehend aus Fruktosemolekülen, unverdaulich und als Belaststoff von Bedeutung. Regt Bakterienwachstum im Dickdarm an.
Süßkraft keine
Verträglichkeit
Laktoseintoleranz erlaubt
Hereditäre Fruktoseintoleranz verboten
Fruktosemalabsorption bedingt erlaubt, deutlich zu reduzieren
Sorbitintoleranz bedingt erlaubt, deutlich zu reduzieren
Saccharoseintoleranz keine Angaben gefunden
Galaktosämie erlaubt

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Allgemeines

Oligofructose (besser Fructooligosaccharide, Abk. FOS ) ist wie Inulin aus mehreren (hier bis zu 10) Fructose-Einheiten aufgebaut. Diese sind im wesentlichen gleich wie bei Inulin, haben jedoch weniger Fructosebausteine. Gemeinsamkeit ist bei Inulin und Oligofructose, dass die Fructosebausteine (1,2-ß -glykosidisch) verknüpft sind, das heißt, daß die Verbindungen zwischen den Fruchtzuckermolekülen im Dünndarm nicht aufgespaltet werden können. Sie wandern durch den Dünndarm hindurch gelangen so in den Dickdarm. Dort angelangt können sie von den ansässigen Bakterien sehr wohl aufgespaltet werden, so dass es zu freier Fructose kommt und damit zu vermehrtem Bakterienwachstum führt.


[Bearbeiten] Verwendung

Oligofructose und Inulin werden von der Nahrungsmittelindustrie zunehmend als funktionelle Lebensmittelzutaten eingesetzt. Sie passieren den Magen und Dünndarm unverdaut und werden erst im Dickdarm von den Bakterien gespalten. Durch ihre Abbauprodukte fördern sie das Wachstum der Bakterienflora und liefern damit ein ungünstiges Milieu für Krankheitskeime. Sie dienen daher als Praebiotika, sollten Darminfektionen vorbeugen und das Immunsystem unterstützen. Oligofructose und Inulin finden vor allem in Milchprodukten (praebiotische Joghurts) Verwendung. Sie geben den Milchprodukten eine cremige Konsistenz. Ausserdem sollen sie die Verwertung des in der Milch befindlichen Kalziums verbessern.

[Bearbeiten] Verträglichkeit

Die oben erwähnte Verträglichkeit der Oligofructose gilt jedoch nur für eine intakte Bakterienflora des Darmes. Ist diese bereits durch Erkrankungen wie z.B. einer Fructose- oder Laktoseintoleranz gestört, sollte vom Verzehr abgeraten werden, da der Verzehr von Oligofruktose zu einer übermäßigen Bakterienzunahme und somit zu Blähungen führt !

Näheres in der Tabelle.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quelle

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